14.10.06

Zwiesprache mit einer Herde junger schwarz-bunter Rinder.
(Urlaub in der Heimat II)

Der gestrige Abend im „Recall“ war nett, bis ich meine Begleiter verlor, weil ich mich stundenlang mit einem alten Lehrer – Weißt Du, ich habe einen Hang zu Suchtverhalten – unterhielt. Interessant, interessant. Dafür war ich dann um halb drei im Bett und fühlte mich nur ein ganz kleines bisschen einsam, so alleine in dem praktischen Einfamilienhaus in der gepflegten Wohngegend mit Kanalblick.

Heute dann also früh aufstehen – für einen Samstag jedenfalls nicht spät –, einen Tee, dann ins Auto, rauf aufs Land. Natürlich nicht einfach so, sondern dahin, wo es schön ist. An die Treene.

Hier stehe ich am Deich, hinter mir das mäandernde Flüsschen, vor mir eine Herde Rinder, die mich mit ihrem Cowboy verwechselt und laut blökend Silage verlangt. Immer größer wird der pöbelnde Mob, der sich jenseits des Gatters in einem Halbkreis um mich schart. Ich habe etwas Angst beobachtet zu werden, als ich ihnen von meinem gestrigen Abend berichte. Jenseits des Zaunes Unverständnis.

Nach einer Viertelstunde bin ich es leid, stecke mir eine Ernte an, steige ins Auto, suche mir eine Pferdekoppel.

Lobster

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